Wertvolle Tipps und Tricks für Ablauf beim Personalrecruiting

Diese Fehler sollten Sie im Rahmen der Rekrutierungsprozesse unbedingt vermeiden!

Neue Mitarbeiter werden aktuell überall gesucht und die Bewerbungsverfahren werden immer ausgeklügelter. Bewerber können sich schnell ins Abseits schießen, doch auch für die Personaler gibt es einige Fettnäpfchen, in die sei tappen können. So wie die Bewerber sich auf ihren ersten Eindruck vorbereiten und nichts dem Zufall überlassen, sollten sich auch die Recruiter vorbereiten. Sie stellen schließlich nicht nur sich persönlich vor, sondern stehen für die gesamte Firma.

Bereits vor dem eigentlichen Bewerbungsgespräch, gibt es diverse Punkte zu beachten. Im Folgenden erfahren Sie, was für Sie als Personaler wichtig ist.

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  1. Nehmen Sie sich Zeit für eine qualitativ hochwertige Unternehmenspräsentation

Vorbei ist es mit den Menschenmassen, die sich in Vorzimmern türmten, weil es generell zu viele Bewerber auf zu wenig Jobs gab. Das liegt nicht nur daran, dass sich Angebot und Nachfrage deutlich zu Gunsten der Arbeitnehmer verändert haben. Nein, die Bewerber sind grundsätzlich sehr viel gründlicher in der Auswahl ihrer Arbeitgeber. Inzwischen sind die Werte und Grundeinstellungen des Unternehmens ausschlaggebend. Sie sollten also eine sehr gute Strategie verfolgen, um das Branding Ihres Betriebs interessant zu machen. Dazu gehört eine umfangreiche Stellenbeschreibung, die genau definiert, welche Anforderungen den Arbeitnehmer zu erwarten haben und was Sie als Arbeitgeber bieten können. Wenn Sie hochqualifizierte Fachkräfte anheuern möchten, schreiben Sie die Stellenbeschreibung für jene Bewerber. Keine Angst, formulieren Sie ruhig komplex. Die passenden Kandidaten werden dies zu schätzen wissen.

  1. Halten Sie sich nicht zu lange mit dem Recruiting auf

Begehrte Bewerber werden nicht lange warten, schnell finden Sie weitere Angebote. Wenn Sie Ihren Recruitingprozess also zu lange herauszögern, werden Ihre Wunschkandidaten im schlimmsten Fall schon bei der Konkurrenz untergekommen sein. Auch die Stammbelegschaft erfreuen Sie mit lange andauernden Bewerbungsverfahren nicht. Je länger die entsprechende Stelle unbesetzt ist, umso mehr Aufwand entsteht für die Stammbelegschaft. Der Frust und die Überarbeitung kann zu einer Abwanderung erfahrener Mitarbeiter oder zu einem erhöhten Ausfall durch Krankheiten führen. Am Ende bedeutet dies für Sie immer einen Umsatzverlust, halten Sie sich also ran.

Gibt es für einen unangenehm langen Recruitingprozess nachvollziehbare Gründe wie Budgets, die noch freigegeben werden müssen, fehlende Entscheidungsgewalt bei Personalern oder übertrieben hohe Ansprüche, so müssen Sie tätig werden. Unterziehen Sie den gesamten Prozess einer Qualitätsprüfung und reagieren Sie entsprechend im Sinne der Effizienz.

  1. Auch unpassende Bewerber verdienen einen höflichen Umgang

Selbst wenn die Bewerber nicht zum Unternehmen oder zur ausgeschriebenen Stelle passen, bewahren Sie sich immer die Höflichkeit. Antworten Sie auf Bewerbungen, auch wenn es nur der Dank für die Bewerbung und eine Ablehnung ist. Lassen Sie sich mit der Antwort nicht zu lange Zeit, egal, welches Ergebnis sie enthält. Sie präsentieren Ihr Unternehmen und wollen dieses nach außen anständig darstellen. Heutzutage läuft der Großteil des Bewerbungsprozesses online ab. Richten Sie eine automatische Antwort ein, die den Bewerber darüber informiert, dass seine Bewerbung eingegangen ist, geprüft wird und er mit Sicherheit eine Antwort erhält.

Idealerweise kommunizieren Sie bereits in der automatischen Antwort den weiteren Verlauf des Prozesses, dass Sie sich innerhalb von 14 Tagen melden beispielsweise oder, dass es eine Einladung zum Assessment Center geben wird. So zeigen Sie seriös eine gute Organisation, Aufmerksamkeit und sparen sich und den Kandidaten unangenehme Nachfragen.

Selbstverständlich sollte es sein, dass auch Bewerber, die nicht in Frage kommen, eine Antwort erhalten. Es ist gut möglich, dass zukünftig eine passendere Stelle zu besetzen ist und hier wollen Sie als Arbeitgeber sich nicht schon vorzeitig Fachkräfte durch Unhöflichkeit entgehen lassen. Behalten Sie immer im Hinterkopf, dass es online unzählige Portale und Bewertungsplattformen gibt, in denen sich Angestellte und Bewerber zu Unternehmen äußern können. Sorgen Sie für ein gutes Image des Unternehmens, in dem Sie einfach anständig im Umgang mit angestellten und zukünftigen Mitarbeitern sind

  1. Einmal mit Gefühl – verlassen Sie sich auf Ihre Intuition

Führen Sie einmal Bewerbungsgespräche abseits der gängigen Methoden. Nicht immer bringt ein Fragebogen den gewünschten Erfolg. Sicher ist Vorbereitung immer wichtig, aber die Reaktionen auf Aussagen und Berichte der Bewerber sollten spontan sein. Denken Sie immer daran, Sie vertreten Ihren Betrieb und sind dafür zuständig, einen aufgeschlossenen und entgegenkommenden Eindruck zu vermitteln.

Konzentrieren Sie sich bei Bewerbungen nicht nur auf Zeugnisse und Schulnoten. Ein kreatives Schreiben kann bei gründlichem Lesen, Vorteile aufzeigen, die so mancher 1er Schüler nicht mitbringt. Zeigen Sie Interesse für die Freizeitgestaltung der Kandidaten, lassen Sie sich von der individuellen Persönlichkeit des Bewerbers überzeugen. Vergessen Sie nicht, der Bewerber sollte in das vorhandene Team passen und da ist Menschlichkeit oft sehr viel wichtiger als Noten.

Am Anfang des Recruitingprozesses steht die Stellenausschreibung. Diese muss perfekt formuliert sein und am besten über alle verfügbaren Kanäle veröffentlicht werden. Nutzen Sie nicht nur die Zeitung, die Homepage der Firma oder einschlägige Onlineportale. Trauen Sie sich an Social Media, nirgendwo sonst findet man heutzutage kreative, unkonventionelle und engagierte Köpfe.

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